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02.08.2017, 22:32 Uhr | Helmut Kayser
Stellungnahme des Fraktionsvorsitzenden Helmut Kayser zur Weinzeit in Gemeinderatssitzung am 25.07.2017

Sehr geehrter Herr Scheidtweiler, sehr geehrter Herr Kieser, meine Damen und Herren,

Vertrauen ist das Wichtigste, wenn man ein gemeinsames Ziel hat. Man kann nicht alles schriftlich regeln. Man muss sich auf seine Partner verlassen können auch in schwierigen Zeiten. Herr Dr. Weiß sagte: „Wir brauchen Leute, die es gut umsetzen“.

Und Probleme werden während der Bauzeit und auch später kommen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wir alle wissen aus unserer Lebenserfahrung, dass ein Altbau immer eine besondere Herausforderung ist. Oder eine anderes Beispiel: Sind altersbedingte Mängel oder denkmalrechtliche Anforderungen immer klar abgrenzbar?: Die Probleme müssen dann angesprochen und fair gelöst werden.

Nun komme ich schon zur Gretchenfrage:

Haben wir das Vertrauen in unseren Partner Wolfgang Scheidtweiler? Für die CDU-Fraktion kann ich diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Und ich gehe davon aus, dass dies die anderen Gemeinderatskolleginnen und -kollegen auch so sehen und dem Beschlussvorschlag zustimmen werden.

Aber noch ein paar Sätze zur WeinZeit im Schloss:

Und da kann ich auf frühere Statements zurückgreifen, die ich gerne wiederhole.

Am 10.11.2016 haben wir nach Rückschlägen und vielen Verhandlungen den Beschluss zum Bau der WeinZeit gefasst. Vielleicht war es im Nachhinein gut, dass bisher nicht alles gelungen war.

Und jetzt haben wir einen Partner gefunden, der bei vielen anderen Objekten gezeigt hat, dass er umsetzen kann, was er ankündigt, ein Glücksfall! Wir sind sehr gespannt auf die Vorlage seines Gesamtkonzepts. Sehr wichtig ist – und das wissen wir alle – dass für die Gaststätte und das Drumherum, vor allem auch für die äußerst wichtige Weinerlebniswelt sehr gute Personen gefunden werden müssen und dass das Ganze von der Bevölkerung angenommen wird. Und das ist bekanntlich in dieser Branche nicht einfach.

Wir erhoffen uns eine Initialzündung im Gastronomiebereich und im Bereich „Wein“ um unserer Bedeutung als Wein-Stadt und den Bedürfnissen der Gäste unserer Stadt gerecht zu werden.

Was hat sich seit unserem Beschluss vom November geändert und wo liegen die Risiken der Stadt?

Ich mache diese Aufzählung nur verbal und kann sie logischerweise nicht mit Zahlen unterfüttern. Sie ist sicher auch nicht vollständig. Dies soll jetzt keine Anklage sein, sondern unsere Aufgabe als Gemeinderäte ist es auch, die Risiken klar zu benennen.

Die Risiken der Kostenüberschreitung werden geteilt, also keine vollständige Deckelung und zwar:...

Bei altersbedingten Mängeln oder denkmalrechtlichen Anforderungen erhöht sich die Pauschalvergütung von 4,1 Mio. für die Stadt.

Erhaltung bei Dach und Fach der Gesamtanlage geht zu Lasten der Stadt.

Aus diesen 2 Punkten können noch erhebliche Beträge auf uns zukommen.

Notwendige Ausfallbürgschaften für die Finanzierung des Projektpartners.

Das denkmalgeschützte Renaissance-Schloss wird gerettet. Tradition und Moderne werden verbunden.

Wir wecken das Schloss aus dem Dornröschenschlaf und schaffen gemeinsam ein Juwel.

Die WeinZeit hat grundlegende Bedeutung für uns weit über den Wein hinaus, also für die Stadtentwicklung, den Tourismus, den Einzelhandel usw. Herr Kieser hat es vorhin ausführlich erläutert. Also müssen wir Brackenheimer Bürgerinnen und Bürger und vor allem auch die Weinwirtschaft anfangen, die Angebote auch zu nutzen!

Unser Dank geht heute für die Fassung des Vertragswerks an die Stadtverwaltung und den Gemeinderat, Herrn Scheidtweiler, Architekt Herrn Heller, Rechtsberater Herrn Dr. Weiß und Frau Kühnert von der Kommunalentwicklung.

Herr Scheidtweiler, nicht zu vergessen die Architekten und die Verwaltung, wir alle werden sehr gefordert sein. Aber wir haben ja, wie zu Beginn ausgeführt, Vertrauen!

Wir wünschen Ihnen, Herr Scheidtweiler, Ihrer Familie und Ihrem Team den größtmöglichen Erfolg. Der Wunsch ist – zugegebener Maßen – nicht uneigennnützig, denn Ihr Erfolg ist auch unserer. Also packen wir´s gemeinsam an und führen das Projekt zu einem Erfolg für Brackenheim und seine Umgebung!